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Mitgliederversammlung

Am 8. Oktober 2020 konnte endlich unsere diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung – mit coronabedingter Verspätung – stattfinden.

Die Resonanz war erwartungsgemäß gering.

Dennoch konnten bei den anstehenden Wahlen alle Vorstandsämter besetzt werden:

– Vorstandsvorsitzender: Bernd Müller

– Ressort Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Hartmut Schiek

– Ressort Finanzen: Birgit Zeitler

– Ressort Verwaltung: Katja Lippert

Gerade in dieser für uns alle schwierigen Zeit es umso erfreulicher, dass der Vorstand wieder „vollzähig“ die anstehnden Aufgaben in Angriff nehmen kann.

Bernd Müller

 


Die KuSG trauert um Mr. Basketball!

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Mit Willi Pupp verliert die KuSG- Basketballabteilung ihren „Gründungsvater“, engagierten Sportler und Funktionär, der sein Leben dem Ehrenamt in der KuSG gewidmet hat. Er hat über Jahrzehnte die Basketballabteilung mit seinen Helfern und Trainern aufgebaut und zwischenzeitlich zur größten und erfolgreichsten Abteilung der Bundesrepublik entwickelt. Die KuSG Basketballer waren das sportliche Aushängeschild des größten Vereins der Stadt Leimen.

1959 fand am 12. Januar die Gründungsversammlung der KuSG- Basketballabteilung statt. Willi Pupp, damals noch Student, war sportlicher Leiter unter dem ersten Abteilungsleiter Rudolf Rau, einem Handballer. Die US-Amerikaner hatten nach dem 2. Weltkrieg das Basketballspiel nach Deutschland gebracht und in der Universitätsstadt Heidelberg, in der viele Amerikaner stationiert waren, war ein Hotspot.

Schon acht Jahre nach der Abteilungsgründung und vier Jahre nach ihrem Aufstieg in die erste Bundesliga, waren die Damen Deutscher Vizemeister.1968 führte Willi Pupp „Minibasketball“ in Leimen ein und holte damit im Jugendbereich über zwei Jahrzehnte den Vorsprung gegenüber anderen Vereinen heraus.

Das Jahr 1972 war das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte. Die KuSG Leimen wurde erfolgreichste Basketball – Jugendabteilung der Bundesrepublik. Im weiblichen Bereich stand man in allen drei Altersklassen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft und holte mit der weiblichen A-Jugend die deutsche Meisterschaft. Der Trainer hieß Willi Pupp!

Mit der männlichen C-Jugend wurde die Landesmeisterschaft Baden- Württemberg gewonnen. Die männliche B-Jugend verlor das Finale der Deutschen Meisterschaft gegen Leverkusen. Die weibliche C-Jugend wurde Deutscher Vizemeister. Die Erfolge setzten sich über fast 2 Jahrzehnte fort. Die 1. Damenmannschaft stieg 1982 erneut in die erste Bundesliga auf. Die Herrenmannschaft folgte 1986 in die zweite Bundesliga.

Im gleichen Jahr wurde die KuSG Leimen für die beste Jugendarbeit in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Zu dieser Zeit spielten 16 Jugendmannschaften und 6 Seniorenmannschaften für die KuSG.

Nach 35 Jahren in der Abteilungsleitung trat Willi Pupp 1994 zurück. Die Damen spielten in der 2. Bundesliga. Die Herren in der Regionalliga. Die Jungendmannschaften waren in Baden-Württemberg in der Spitze. Der Ruhestand als Basketballabteilungsleiter war redlich verdient. Von der Gründung bis in die erste Bundesliga der Damen und der 2. Bundesliga der Herren. Eine unbeschreibliche Erfolgsgeschichte! Basis war eine Jugendarbeit vom Minibasketball bis zur U18 mit unzähligen Meisterschaften. Drei Deutsche Jugendmeister, 8 Deutsche Vizemeister, 4 Südwestmeister, 14 Süddeutsche Meister, 3 Süddeutsche Vizemeister über 40 BBW-Meister krönten die Arbeit von Willi Pupp und seinen Mitstreitern.

Wir haben ein Stück KuSG Geschichte verloren!

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau „Gissi“.

Leimen, im September 2020


 KULTUR – UND SPORTGEMEINDE LEIMEN FEIERT 75jähriges JUBILÄUM

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Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, dass der Sport im Jahr 1945 fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Doch beschäftigt man sich mit Geschichte und ordnet das Jahr in den zeitlichen wie historischen Kontext ein, so wird jedem klar, wie grausam und menschenverachtend die ersten Jahre der 40er und ersten Monate von 1945 waren. Der Zweite Weltkrieg hielt Europa weiterhin in Atem. Viele Sportler waren in den Krieg eingezogen worden. Andere packten ihr Hab und Gut zusammen und versuchten das Land zu verlassen. Bei all der Not war in den Köpfen der Menschen verständlicherweise kein Platz für Sport.

Doch das Bild änderte sich 1945 mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Der Geist für den Sport wurde neu geweckt und so wurden auch in Leimen die Sportbegeisterten aktiv und gründeten im Oktober die „Sport – und Kulturgemeinde Leimen“. Die Folgejahre waren Zeugen einer unvergleichlichen Vereinsgeschichte, die Erfolge wie auch Misserfolge, Höhen wie auch Tiefen aushielt. Ein Werdegang, der den Verein zu dem gemacht hat, was er heute – nach 75 Jahren immer noch ist: eine feste Größe in der Vereinslandschaft Baden Württembergs, die sowohl im leistungssportlichen wie auch dem breitensportlichen Bereich über Jahrzehnte hinweg außerordentliche Arbeit leistete.

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75 Jahre nach dem Gründungsjahr feiert die KuSG zusammen mit ihren Mitgliedern, Ehrenmitgliedern, Sportfunktionären, Freunden und der Stadt ihr großes Jubiläum in drei Akten. Den Startschuss machte der Neujahrsempfang im Rosensaal im Bürgerhaus in Leimen am Freitag, den 17.Januar. Neben musikalischen Auftritten der noch jungen – aber schon äußerst talentierten Sängerin der Musikschule Leimen – Ylan Bähr kamen sowohl der 1. Vorsitzende des KuSG Bernd Müller als auch der Oberbürgermeister der Stadt Hans D. Reinwald zu Wort, die dem Verein für ihren langen Weg durch die deutsche Sportgeschichte gratulierten.

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Den Festvortrag hielt Heinz Janalik, der von 2001 bis 2016 der Präsident des Badischen Sportbundes war und damals an die 2450 Sportvereine repräsentierte. Mit seiner Rede zum Thema „Vereine in Deutschland und deren Bedeutung in der Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft“ warf er einen analytischen Blick auf das Vereinswesen und dessen Entwicklung auch in Zeiten von sozialen Medien und moderner Gesellschaft, die leider häufiger den Fokus auf das Individuum zu richten, als den Teamgeist zu fördern scheinen.

1.Vorsitzender Bernd Müller 300x225

Dass der Verein international aufgestellt ist und hinter dem Motto „Sport kennt keine Grenzen“ steht, wurde deutlich als die – aus verschiedenen Nationen stammenden – KuSG-Kinder in ihrer jeweiligen Muttersprache Grußworte an das Publikum richteten. Ein fast schon magischer Moment, der nicht nur für Gänsehaut gesorgt, sondern auch gezeigt hat, dass Sport mehr ist als nur Wettkampf. Sport verbindet Menschen verschiedener Herkunft, Hautfarbe, Sprache und Religion und schafft etwas, was der Politik oft nicht gelingt: Zusammenhalt, Annäherung, Verständigung!

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Es war ein gelungener Neujahrsempfang, der sich nicht nur durch ein buntes, lockeres, aber auch kritisches Programm auszeichnete, sondern auch durch die Teilnahme vieler, mit dem Verein langjährig verbundener Menschen. Einer, der leider nicht mehr teilnehmen konnte, war Josef Zeitler, der seit Jahrzehnten untrennbar mit der KuSG verbunden war und sich für den Verein einsetzte wie kaum ein zweiter. Von 1977 bis 1994 war er Vorsitzender der Kultur – und Sportgemeinde und bis zu seinem Tod im Dezember 2019 war es „Seppl“, der sich maßgeblich an der Organisation der Feierlichkeiten für das Jubiläumsjahr beteiligte, sie sozusagen vorantrieb. Sein großes Ziel war es 2020 zu einem denkwürdigen Geburtstagsjahr zu machen. Wie viel Schweiß, Herzblut und Ideen er hineingesteckt hat, wurde den Besuchern des Neujahrsempfangs spätestens dann klar, als sie die Vereinschronik in Händen hielten. „75 Jahre Kultur und Sportgemeinde KuSG“ wurde an diesem Abend das erste Mal in Umlauf gebracht und ist so viel mehr als nur eine Aneinanderreihung der Erfolge des Vereins. Die Chronik zeigt mehr als „nur“ die Geschichte der KuSG. Sie zeigt, wie groß Josef Zeitlers Liebe zu diesem Verein war und wie ungebrochen sie bis zu seinem Tode blieb. Und sie zeigt auch die Liebe aller Sportbegeisterten, die aus dieser Gemeinde eine tragende Säule des Baden Württembergischen Sportlebens gemacht hat.

Das Jubiläumsjahr der KuSG Leimen hat begonnen. Akt 1 ist beendet, doch folgen im April und im Oktober 2020 weitere Festlichkeiten, die Freunde, Mitglieder, Politiker – kurzum – die große KuSG-Familie anlocken werden, um 75 Jahre Teamgeist, Fairness, Toleranz und Verantwortung zu zelebrieren. Die Kultur – und Sportgemeinde Leimen bleibt sicherlich auch in den kommenden Jahrzehnten jung, aufstrebend und erfolgreich. Die Zeit wird Zeuge sein.

Moderator Max Perters 768x576

Außerdem ein ganz großes Dankeschön geht an unseren Moderator Max Peter, der toll durch das Programm führte. Max, wir freuen uns schon alle auf die weiteren Veranstaltungen mit Dir!

 

 

 

 

 

 

 


 

Nachruf Josef Zeitler

 

Josef Zeitler

Die KuSG Familie trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden:

Josef Zeitler 

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau Gertrud und seinen Kindern Birgit und Marcus sowie ihren Familien.

„Seppl“ war mit seinem ganzen Herzen KuSG’ler.
Er hat bis zuletzt an den Jubiläumsvorbereitungen "seiner KuSG" zum 75-jährigen Bestehen federführend mitgearbeitet. An seinem Sarg durften wir das erste Exemplar der Festschrift niederlegen.
Seppl: wir danken Dir.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Ein KuSG’ler bis zum letzten Atemzug

So könnte die Überschrift über das Vereinsleben des Josef Zeitler, von Freunden nur Seppel genannt, lauten. Denn einer seiner letzten großen Leistungen, mit der sich der Kreis seines Lebens in und für die KuSG, seinen Verein, seine Herzenssache schloss, war die Vollendung der Festschrift zur 75 Jahrfeier der KuSG im kommenden Jahr 2020. Sicher hatten die aktuellen Abteilungen Berichte und Bilder geliefert. Den größten Arbeitsumfang hatten aber die Recherchen über die Vergangenheit des Gesamtvereins und jene Abteilungen, die es heute in der KuSG nicht mehr gibt. Außerdem mussten alle Berichte in das gleiche Format gebracht werden. Und wie schon bei vielen Aufgaben bewältigte Seppel dies mit großem Sachverstand und Eifer und wie immer mit der Unterstützung seiner Frau Gertrud, ohne die das aktive und engagierte Wirken im Verein über viele Jahrzehnte nicht möglich gewesen wäre.

Doch erst einmal zurück zum Anfang. Seppel war als Flüchtling aus Ungarn in Heidelberg- Handschuhsheim gelandet. 1971 zog er mit seiner Frau Gertrud nach Leimen und engagierte sich nach dem Verlust der ersten Heimat in Ungarn für seinen neuen Wohnort und den mitgliederstärksten Verein KuSG Leimen, als ob er in Leimen aufgewachsen wäre und mit Herzblut eine Familientradition fortsetzen würde. Er hatte eine neue Heimat in der damals noch „kleinen“ Kreisstadt und in der KuSG-Familie, wie er sie immer nannte, gefunden.

Von 1977-1994 stand er als 1. Vorsitzender dem Gesamtverein vor. Schon hier unterstützte er tatkräftig die Basketballabteilung unter Leitung seines Freundes Willi Pupp. Es waren die Hochzeiten der Abteilung mit zahlreichen Meistertiteln einschließlich vier Deutscher Meisterschaften. Die KuSG Basketballabteilung war in dieser Zeit die erfolgreichste Nachwuchsschmiede und die größte Abteilung der Bundesrepublik.

Nach einer schaffensreichen Zeit als 1. Vorsitzender der KuSG, folgte umgehend die Übernahme des Vorsitzes des Förderkreises der Basketballabteilung von Gerd Maibaum.
Frühlingsfest, Kerwe, Waldfest waren jährliche Großeinsätze. Die Gründung einer Theke im Sportpark mit Bewirtung bei den Heimspieltagen der Basketballabteilung sowie Werbung von Mitgliedern und Sponsoren hatte er sich und seiner Gertrud zur Aufgabe gemacht.

Als Not am Mann war, übernahm er 1998, als Nichtbasketballer, die Abteilungsleitung, bevor 2000 mit Stephan Rahm der endgültige Umbruch in der Abteilungsleitung auf eine jüngere Generation erfolgte. Als Vorsitzender des Förderkreises stand er noch bis 2004 der jungen Führungsmannschaft der Abteilung mit Rat und Tat zur Seite. Nach der Übergabe der Amtsgeschäfte an Axel Oppermann glaubten viele, dass Seppel sich jetzt zur Ruhe setzen würde. Die KuSG war aber so sehr seine Herzenssache. So vieles in diesem Verein wurde durch ihn gestaltet, dass er auch ungefragt seine wertvollen Ratschläge gab und manchmal auch frustriert und zornig sein konnte, wie mit seinen Hinterlassenschaften umgegangen wurde. 2009, in der größten Krise des Vereins sortierte er in mühseliger Kleinarbeit mit einer Taskforce, der wie immer auch seine Gertrud angehörte, die Finanzen des Vereins.

Für einen traditionsbewussten Konservativen, wie es Seppel im besten Sinne war, war die Restaurierung der historischen Vereinsfahne eine Herzensangelegenheit.

Das 75-jährige Jubiläum der KuSG, seines Vereins, sollte der krönende Abschluss werden. Er wurde gebraucht für die Informationen, die nur ein Urgestein der KuSG von seinem Format haben konnte. So rutschte er zunehmend in die Rolle des Organisators für das Jubiläum 2020 und wurde zum Verfasser der Festschrift, die wenige Tage vor seinem Tod fertig gestellt wurde. Wie immer war seine Frau Gertrud wesentlich beteiligt und las noch die letzten Korrekturen, als ihr Seppel schon in der Klinik lag.

Sein Tod reißt eine riesige Lücke in der Familie, bei seinen Freunden, im Verein und in der Gemeinde. Wir sind in Trauer und Dankbarkeit in Gedanken bei seiner Frau Gertrud und den Kindern Birgit und Markus sowie den Enkelkindern. Seppel, wir werden dich vermissen und dir stets ein ehrendes Andenken bewahren!

© Kultur-und Sportgemeinde Leimen

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